Letzten Monat berichteten der Chemiker Stuart Licht und seine Kollegen an der George Washington University in Washington, D.C., in Nano Express, dass sie eine Solarreaktortechnologie entwickelt hätten, die …KohlendioxidDie Forscher stellten fest, dass beim Hinzufügen von Spurenmengen von Metallen wie Nickel, Kupfer, Kobalt oder Eisen zu den Zellen kleine Inseln an der Kathode entstanden. Diese dienten dann als Anlagerungsstellen für Tausende von Kohlenstoffatomen, die sich voneinander trennten und an ihren jeweiligen Positionen einfügten, wodurch die Fasern rasch zu langen, dünnen Fasern wuchsen.
Lichts Team bezeichnete das aus Kohlendioxid hergestellte feste Kohlenstoffmaterial zuvor als amorphen Kohlenstoff, der einen Wert von 1.000 US-Dollar pro Tonne hat. Kohlenstoffnanofasern sind mit 25.000 US-Dollar pro Tonne sogar noch wertvoller, da sie in einer Vielzahl von leichten, hochfesten Verbundwerkstoffen eingesetzt werden können, beispielsweise für Stoßfänger und Flugzeugkomponenten. „Wir entwickeln ein Produkt mit mittlerer bis hoher Wertschöpfung und wollen diese Technologie zur Herstellung von Hochleistungsmaterialien nutzen“, sagte Licht.
Auch andere verfolgen dieselbe Strategie. Ein kleines Unternehmen aus New Jersey namens Liquid Light entwickelt eine marktfähige Technologie zur Umwandlung vonKohlendioxidin Ethylenglykol, einem chemischen Rohstoff mit einem jährlichen Marktvolumen von 27 Milliarden US-Dollar. Ein anderes Unternehmen namens Skyonic hat kürzlich in Texas eine Demonstrationsanlage errichtet, die Kohlendioxid in Natron, Salzsäure und Bleichmittel umwandelt.
Diese Rohstoffe erreichen nicht die gleiche Anwendungsmenge wie Benzin und andere Kraftstoffe. Daher wird ihre Nutzung zur CO₂-Abscheidung aus der Luft über Schornsteine keinen nennenswerten Einfluss auf die CO₂-Konzentration in der globalen Atmosphäre haben, erklärte Matthew Kanan, Chemiker an der Stanford University in Palo Alto. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeitet daran, Kohlendioxid in Kunststoffe oder andere hochwertige Rohstoffe umzuwandeln. „Wir könnten dies auch als Ausgangspunkt nutzen. Mit Zeit und Forschungserfahrung können Unternehmen neue Wege finden, Produktionsprozesse zu verbessern, Kosten zu senken und Verbindungen wie kostengünstige Kraftstoffe in großen Mengen herzustellen. Ich bin davon sehr begeistert“, so Kanan.
Veröffentlichungsdatum: 21. Februar 2024