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Bildung und Nutzung von Xenongas

 

Die Bildung von Xenon

 

Xenon ist ein Edelgas und gehört zur 18. Gruppe des Periodensystems. Es ist farblos, geruchlos, geschmacklos, chemisch inaktiv und kommt in der Luft vor; 100 ml Luft enthalten 0,0087 ml Xenon. Entdeckt wurde Xenon im Juli 1898 von Ramch und Travis am University College London. Nachdem sie zuvor Neon, Argon und Krypton aus der Luft gewonnen hatten und vermuteten, dass diese weitere Gase enthielt, stellten ihnen Industrielle eine neue Flüssigluft-Extraktionsanlage zur Verfügung. Mit dieser Anlage extrahierten sie weitere Mengen des Edelgases Krypton. Nach mehreren Destillationsvorgängen isolierten sie schließlich ein schwereres Gas, das in der Vakuumröhre hellblau leuchtete. Sie erkannten, dass es sich um ein weiteres Edelgas handelte und nannten es Xenon, da es chemisch inert ist.

 

Die Rolle von Xenon im Leben

 

Xenon findet breite Anwendung in der Elektronik und der optischen Energieerzeugung, aber auch in Gaslasern und anderen Ionenstrahlern. Xenon-gefüllte Lampen bieten im Vergleich zu Argon-gefüllten Lampen bei gleicher Leistung Vorteile wie hohe Lichtausbeute, geringe Größe, lange Lebensdauer und Energieersparnis. Xenon-Lampen weisen eine sehr hohe Lichtstärke auf; eine einzelne Lampe mit 60.000 Watt Helligkeit entspricht 9000 Watt herkömmlicher Glühbirnen. Da Xenon ein nahezu kontinuierliches Spektrum besitzt, kann es unter Einwirkung von Hochspannungsbogenentladungen tageslichtähnliches und helles Weißlicht erzeugen. Diese langwellige Xenon-Lampe, auch als künstliche kleine Sonne bekannt, eignet sich aufgrund ihrer besonders starken Nebeldurchlässigkeit als Nebelnavigationslicht. Xenon-Blitzlicht zeichnet sich durch gute Farbwiedergabe aus und wird für Farbfilmaufnahmen verwendet. Die Lichtleiterlampe emittiert ultraviolettes Licht und findet daher auch in der Medizin Anwendung. Xenon-Isotope werden zur Messung der Hirndurchblutung, zur Untersuchung der Lungenfunktion und zur Berechnung der Insulinausschüttung eingesetzt. Nach der Fokussierung im konkaven Strahl kann eine Temperatur von 2500 Grad Celsius erreicht werden, die zum Schweißen oder Schneiden von hochschmelzenden Metallen wie Titan und Molybdän genutzt werden kann. Gleichzeitig wirkt es als starkes Anästhetikum ohne Nebenwirkungen. Es löst sich im Zellfett, was zu Zellexpansion und Anästhesie führt und die Funktion der Nervenenden vorübergehend unterbricht. Darüber hinaus absorbiert es Röntgenstrahlen und wurde ursprünglich als Röntgenschutz verwendet. Xenon findet auch breite Anwendung in Kernreaktoren und der Hochenergiephysik.


Veröffentlichungsdatum: 17. Dezember 2024