Aufgrund seiner Gefahren wird Bortrifluoridgas in der Natur nie isoliert, sondern industriell aus verschiedenen Rohstoffen hergestellt.BF3-haltige Vorläuferstoffe. Es gibt zwei Hauptproduktionswege:
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Fluorierung von Boroxiden – Boroxid reagiert bei 250–500 °C mit wasserfreiem Fluorwasserstoff unter Austausch von Sauerstoff gegen Fluor. Verschiedene Boroxid-Ausgangsmaterialien können verwendet werden.
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Ansäuerung von Bortrifluoridkomplexen – Metallfluoroborate werden angesäuert, um reines BF₃-Gas freizusetzen. Die Fluorborate selbst stammen aus fluoridhaltigen Mineralquellen.
In beiden Fällen wird das freigesetzte Rohbortrifluoridgas durch fraktionierte Destillation und Chemisorption weiter gereinigt, um Verunreinigungen wie Siliciumtetrafluorid und Schwefeldioxid zu entfernen. Das gereinigte BF₃ wird anschließend kondensiert und als Flüssigkeit gelagert, bevor es verdampft und zum Einsatzort transportiert wird.
Die weltweite Produktionskapazität von BF3 beläuft sich auf mehrere tausend Tonnen jährlich. Die Nachfrage wird durch die Organofluorchemie, den Bedarf an Katalysatoren und Elektronikanwendungen wie das Ätzen getrieben. Beim Umgang mit dem komprimierten flüssigen BF3 sind strenge Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Veröffentlichungsdatum: 01.11.2023