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Was ist der Standardwert für Kohlenmonoxid?

    KohlenmonoxidKohlenmonoxid ist das gefährlichste giftige Gas in den Abgasen gasbetriebener Geräte. Es wird über die Atemwege eingeatmet, verbindet sich mit dem Hämoglobin im Blut, verdrängt Sauerstoff und bildet so Kohlenmonoxid, was zum Tod durch Ersticken aufgrund von Sauerstoffmangel führt. Die Auswirkungen verschiedener Kohlenmonoxidkonzentrationen auf den menschlichen Körper sind folgende:

Auswirkungen verschiedener Konzentrationen vonKohlenmonoxidauf dem menschlichen Körper
Konzentration (ppm) Auswirkungen auf den menschlichen Körper

100 Maximal zulässiger Wert

200 Leichte Kopfschmerzen für 2-3 Stunden

400 1-2 Stunden Kopfschmerzen, Übelkeit

800 kcal, 45 Minuten Krämpfe, 2 Stunden Koma

1600 20 min Spasmus, 2 h Tod

2400 15 Minuten Krampf, 1 Stunde Tod

3200 5 Minuten Krampf, Tod nach einer halben Stunde

6400 10 Minuten bis zum Tod

Wie aus der obigen Tabelle ersichtlich, führt ein Kohlenmonoxidgehalt in der Luft von über 800 ppm zu Krämpfen (d. h. zum Verlust der Kontrolle über die eigenen Handlungen und zur Unfähigkeit, eine weitere Verschlechterung der Umgebung zu verhindern, was zu Koma und Tod führen kann). Daher stellt eine Kohlenmonoxidkonzentration von 800 ppm in Innenräumen für gesunde Menschen einen wichtigen Grenzwert dar; Werte darüber hinaus stellen eine gefährliche Vergiftungsgefahr dar. Unter welchen Umständen kann eine Konzentration von 800 ppm erreicht werden? In einem Raumvolumen von 12 m³ (entspricht einer Fläche von 4 Quadratmetern) in der Küche bei geschlossenen Türen und Fenstern wurde ein herkömmlicher Doppelofen (mit Rauchindikatoren gemäß nationalen Produktnormen, d. h. der Kohlenmonoxidgehalt im Abgas wird auf den Restluftkoeffizienten α = 1 umgerechnet und beträgt maximal 0,05 %, die Heizlast liegt bei etwa 20 MJ/h) 65 Minuten lang betrieben. Dabei konnte ein Kohlenmonoxidgehalt im Innenraum von 800 ppm festgestellt werden. Wird im selben Raum ein älterer, direkt belüfteter Warmwasserbereiter mit einer Leistung von 5 Litern pro Minute verwendet, erreicht dieser Wert bereits nach 11 Minuten. Dies zeigt, dass der Kohlenmonoxid-Grenzwert bei schlechter Belüftung schnell überschritten wird. Da viele Menschen im Winter bei geschlossenen Fenstern und Türen baden, gibt es jedes Jahr Berichte über Todesfälle durch unsachgemäße Verwendung von Gaswarmwasserbereitern, wobei Kohlenmonoxidvergiftung die Hauptursache ist.

 

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, führten wir einen weiteren Vergleichstest durch. Bei einem direkt belüfteten Warmwasserbereiter mit stark überschrittenen Abgaswerten (Kohlenmonoxidgehalt im Abgas mehr als doppelt so hoch wie der nationale Grenzwert, d. h. α = 1, CO = 0,1 %), der in einem gut belüfteten Raum mit einem Volumen von nur 4 m³ (ca. 1,3 m²) installiert war, lag der Kohlenmonoxidgehalt im Innenraum nach einstündigem Dauerbetrieb unter 60 ppm. Die Raumluft war somit sicher und entsprach vollständig den Gesundheitsstandards. Warum verschlechtert der Langzeitbetrieb eines „defekten“ Warmwasserbereiters die hygienischen Bedingungen im Innenraum nicht, während ein „geeignetes“ Verbrennungsgerät in einem geschlossenen Raum lebensbedrohliche Probleme verursachen kann? Dies ist offensichtlich auf die entscheidende Voraussetzung einer ausreichenden Belüftung zurückzuführen. Daher gelten in Japan strenge Normen für Gaswarmwasserbereiter: In Räumen, in denen ein direkt belüfteter Warmwasserbereiter installiert wird, muss ein Ventilator eingebaut sein, um die Belüftung zu gewährleisten. Selbstverständlich ist die Fertigungsqualität der Verbrennungsgeräte dabei keineswegs irrelevant, sondern vielmehr entscheidend für die Raumluftqualität (selbst wenn die Abgasqualität der installierten Verbrennungsgeräte mangelhaft ist).

 

Allgemeine Anforderungen sehen einen Kohlenmonoxidgehalt von maximal 24 ppm (0,0024 %) in Innenräumen vor. Um diesen Standard zu erreichen, ist bei der Verwendung von Brennstoffgeräten in Räumen eine verstärkte Belüftung empfehlenswert. Die Belüftungsmenge muss jedoch angemessen sein. Ist die Belüftung zu stark, entsteht ein starker Luftstrom, der als unangenehm empfunden wird und die Verbrennung beeinträchtigen kann. Im Winter führt zu viel Belüftung zu einem zu starken Absinken der Raumtemperatur. Außerdem erhöht eine zu starke Belüftung den Energieverbrauch und die Geräuschentwicklung der Geräte und stellt eine zusätzliche Schadstoffquelle dar. Ist die Belüftung hingegen zu gering, wird ihr Zweck verfehlt.


Veröffentlichungsdatum: 20. Februar 2024